In Japan lesen Millionen Menschen Handyromane. In Europa fängt die Bewegung gerade erst an. Ein Handyroman ist ein Roman, der auf dem Handy gespeichert und gelesen wird. Die Romane können, müssen aber nicht mit dem Handy geschrieben werden. Die technischen Beschränkungen - etwa die Größe des Displays - können bestimmte literarische Formen entstehen lassen. So sind kurze, einfache Sätze typisch. Dialoge werden tendenziell vermieden oder bestehen wiederum aus knappen Sätzen. Die Plots sind meistens temporeich und schräg. Handyromane sind also nicht einfach eine weitere Form von E-Books, sondern ein eigenes Genre. Die Autoren sind oft Außenseiter des Literaturbetriebs oder jugendliche Talente. Ohne Zweifel werden Handyromane der Belletristik neue Impulse geben.