Handyroman

Underground Mainstream

Stimmen

"Wie sich das konkret zeigt, soll an einem Text aus einem Handyroman von Oliver Bendel, einem der ersten und wohl bedeutendsten Autoren der Handyliteratur in Europa, illustriert werden ... Handygirl ist ein hübscher, schwarzhaariger Avatar ... Damit knüpft der Roman u.a. an die Tradition der fantastischen Literatur an, deren Werke häufig um künstlich erzeugte Wesen kreisen und die in der digitalen Literatur eine Renaissance erleben." (Mario Andreotti, in: Die Struktur der modernen Literatur, September 2014; zu europäischen Handyromanen und zu den Handyromanen von Oliver Bendel, insbesondere zu "Handygirl")

"Bendels populäre Medienexperimente klimpern auf dem postmodernen Klavier der Selbstreflexivität." (Frauke Berndt und Lily Tonger-Erk, in: Intertextualität: Eine Einführung, Mai 2013; zum Handyroman um Lucy Luder, zur Twitter-Dokumentation mit dem Titel "Blondinengezwitscher" und zum Band "handyhaiku" von Oliver Bendel)

"Oliver Bendel ... bereitete seit 2007 aktiv mit seiner Handyroman-Reihe 'Lucy Luder' dem kommerziellen deutschsprachigen Handyroman den Weg und prägte dessen Gesicht." (Johanna Mauermann, in: Handyromane: Ein Lesephänomen aus Japan, April 2011; zu japanischen Handyromanen und den Handyromanen von Oliver Bendel)

"Oliver Bendel ist ein deutschsprachiger Handyromanautor der ersten Stunde ... Bendel selber bezeichnet seine Handyromane als 'anspruchsvolle Groschenromane' ..." (Susanne Kraus, in: E-Books auf mobilen Endgeräten, April 2011; zu E-Books und zu den Handyromanen von Oliver Bendel)

"Handyromane? In Japan ein riesiger Trend. ... Rahel Röthlin wusste darüber so wenig wie jeder andere. Bis sie für das Schweizer Jugendmagazin '4-teens' ein Interview mit dem Wahlschweizer Oliver Bendel führte. Dieser gilt als der bekannteste Handyroman-Autor im deutschsprachigen Raum. Der Autor fragte Rahel Röthlin, ob sie nicht Lust hätte, einen eigenen Roman für die Schweiz zu schreiben - in ihrem Luzerner Dialekt, versteht sich. Sie solle ihm doch ein paar Vorschläge machen. ... Und nachdem man sich auf einen Plot geeinigt hatte, beginnt die 18-Jährige ihr Schriftstellerdasein." (Stefan Roschi, in: Neue Luzerner Zeitung, 23. Juli 2010; zu den Mundarthandyromanen von Oliver Bendel)

"Den Handyroman in Europa lanciert hat Oliver Bendel, freier Schriftsteller und Professor für Wirtschaftsinformatik. Der Wahlzürcher hat Rahel Röthlin zur Pionierarbeit motiviert. Bendel selbst fungiert als ihr 'Schreibgötti', ganz im Sinne des großen Alexandre Dumas. ... Literaturlehrling Röthlin und Meister Bendel feilen gemeinsam an einer Sprache, die displaytauglich ist." (Nicole Salathé, in: Kulturplatz im Schweizer Fernsehen - SF1, 14. April 2010; zu den Handyromanen von Oliver Bendel und zu den von ihm erfundenen Mundarthandyromanen)

"Bendel ist zwar nicht der einzige, aber doch der aktuell bekannteste und erfolgreichste deutschsprachige Handyroman-Autor ... Die Sätze und Dialoge sind meist kurz und prägnant. Gebrochen werden sie durch längere beschreibende Passagen mit oft überraschenden Metaphern und durchaus literarischer Qualität ... Bendel bei seinem geistreichen und bisweilen trocken-ironischen Referat zu folgen, ist ein Hochgenuss. Wenn er von Detektivin 'Lucy Luder' und ihren nur halb gelösten Fällen oder seltsam morbiden Gedanken erzählt; wenn er berichtet, welche Zufälle ihn zur Schöpfung der anderen Helden 'lonelyboy18' (ein bloggender Teenager mit Vorliebe für seltsame Beziehungen) und 'Handygirl' (ein weiblicher Avatar, der im Handy lebt, manchmal aber auch in die reale Welt entschlüpft) beflügelt hätten, hört man nicht einen gestandenen Schriftsteller, sondern einen mit überschäumender Fantasie gesegneten Lausbub sprechen." (Thomas Wyss, in: Tages-Anzeiger, 25. Februar 2010; zu den Handyromanen und den Handyhaikus von Oliver Bendel und zum Vortrag und zur Lesung im Dada-Haus Cabaret Voltaire in Zürich)

"Der 42-jährige Oliver Bendel ... hat mehrere Romane und Gedichtbände publiziert. In den vergangenen drei Jahren hat er zudem Hunderte von Handy-Haikus und rund ein halbes Dutzend Handy-Romane verfasst; besonders bekannt ist die Serie über die Abenteuer der Studentin Lucy Luder ... Bendel gilt im deutschsprachigen Raum als Pionier des Genres, das in Asien entstanden ist und dessen Fortsetzungsgeschichten in Japan boomen. (Urs Bühler, in: Neue Zürcher Zeitung, 23. Februar 2010; zu den Handyromanen und den Handyhaikus von Oliver Bendel)

"Autor Oliver Bendel hat den Handyroman nach Europa gebracht. An der Buch.09 will er den Messebesuchern das neue Literaturmedium schmackhaft machen." (Muriel Mercier, in: Basellandschaftliche Zeitung, 13. November 2009; zu den Handyromanen von Oliver Bendel)

"Lucy stöhnt und legt auf ... Dass der Handy-Roman, der vor allem in Japan seit Jahren boomt, auch im deutschsprachigen Raum, schon der zahllosen Handynutzer wegen, eine Zukunft hat, lässt sich kaum bezweifeln. Mobile Literatur für den modernen Globetrotter scheint ein Bedürfnis zu sein. Dazu kommt, dass der Handy-Roman Experimente (etwa die Entwickung multimedialer Formen) zulässt, wodurch er der Literatur, inbesondere der modernen, zweifellos neue Impulse zu geben vermag." (Mario Andreotti, in: Die Struktur der modernen Literatur, November 2009; zu europäischen Handyromanen und zu den Handyromanen von Oliver Bendel)

"In the German-speaking countries, a pioneer of the 'Handyroman' has been Oliver Bendel." (Anker Gemzøe, in: Media Avant-Garde and Renewal of Genre, 6. - 9. August 2009; zu literarischer Avantgarde und den Handyromanen von Oliver Bendel)

"Aufregende Telefonbücher" (Jan Mölleken, in: ZEIT Online, 17. Oktober 2008; zu den Handyromanen von Oliver Bendel)

Lucy Luder

"Bemerkenswert ist nicht zuletzt das Vorwort, das von einer neuen, medienspezifischen Rhetorik der Authentizität zeugt." (Frauke Berndt und Lily Tonger-Erk, in: Intertextualität: Eine Einführung, Mai 2013; zur Twitter-Dokumentation "Blondinengezwitscher" von Oliver Bendel)

"Einer der bekanntesten Handybuchautoren im deutschsprachigen Raum ist Oliver Bendel. Besondere Aufmerksamkeit erlangte seine Romanreihe Lucy Luder, in der er die Studentin Lucy als Privatdetektivin auf Spurensuche gehen lässt. Auch lonelyboy18 und Handygirl sind Handybücher des in der Schweiz lebenden Autors ... Im Gegensatz zu anderen, 'herkömmlichen' Romanen des 20. Jahrhunderts tragen die Montagen in Bendels Handyromanen dazu bei, dass fiktionale Wirklichkeit des Textes und reale Wirklichkeit enger miteinander korrelieren. Die Montagen erzeugen folglich nicht Diskontinuität, sondern erhöhen die Authentizität des Handyromans. Leseprozess und Illusionsbildung werden dadurch erleichtert. ... Sehr direkt und oftmals nahezu obszön werden Erlebnisse, Probleme sowie Liebesleben der zumeist jugendlichen Protogonist(inn)en dargestellt. Folgender Dialogauszug aus Bendels zweitem Lucy Luder-Band verdeutlicht das ... Bendel bedient sich in diesem Dialog quasi "unzensierter" Jugendsprache, die keine Tabus kennt." (Julia Ricart Brede, in: Literatur im Unterricht, 2/2009, Juli 2009, S. 122 ff.; zu den Handyromanen und zur Serie um Lucy Luder von Oliver Bendel)

"Kims Artikel erinnert ... an Nihonjinron-Debatten, in denen Japan von anderen Kulturen abgegrenzt werden soll. Die Aussagen wirken zu verallgemeinernd und zudem ist die Darstellung von Handyromanen als spezifisch japanisches Phänomen schlicht falsch, wie die Existenz von Handyromanen in anderen asiatischen Ländern[n] oder des deutschen Handyromans "Lucy Luder" zeigt." (Johanna Mauermann, in: Das Phänomen Handyroman in der zeitgenössischen japanischen Literatur, Magisterarbeit an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main; zu japanischen Handyromanen und zur Serie um Lucy Luder von Oliver Bendel)

"Letztlich aber bleibt Lucys Liebesleben feines Beiwerk, geschickt spannt Bendel den Bogen durch den aktuellen Fall. Die Detektivin ermittelt ganz zeitgemäß auch mit dem Internet. Dort sammelt sie Infos in Kontaktbörsen wie studivz, recherchiert im Onlinelexikon Wikipedia." (Jens Eschert, in: Sächsische Zeitung, 13. Februar 2009; zu "Lucy Luder und die Hand des Professors" von Oliver Bendel)

"Egal wo, egal wann: Mit dem Handy ist der Roman überall dabei. ... Die Java-Anwendung macht das Lesen leicht. Der User kann scrollen, blättern und Lesezeichen setzen. ... Und hier wurde Lucy Luder erfunden: In der Wohnung von Oliver Bendel. ... Handyromanautoren schreiben für junge Leute. Lucy Luder geht deshalb richtig zur Sache. ... Und wer weiß, ob nicht der Handyroman junge Leute wieder mehr zum Lesen bringt." (Dominik Lessmeister, Doro Adrian, in: ZDF Online, 7. Februar 2009; zu Handyromanen und zur Serie um Lucy Luder von Oliver Bendel)

"Lucy Luder ist echtes Frischfleisch für den deutschen Handy-Literaturmarkt. ... 'Ein Reiz für mich liegt darin, scheinbar leichte Literatur zu schaffen, die aber auf verschiedenen Ebenen funktioniert', sagt Bendel. So werden in 'Lucy Luder und der Mord im studiVZ' an einer Stelle ganz nebenher die Produktionsbedingungen von Kunst diskutiert - alles andere als trivial. ... Tatsächlich liest sich die Geschichte lässig, witzig und schnell. Und ganz in der aktuellsten Gegenwart verankert, bezieht sie klickbare Verweise auf wikipedia.de und andere Internet-Seiten ein." (Jana E. Seidel, in: Mannheimer Morgen, 3. Januar 2009; zu "Lucy Luder und der Mord im studiVZ" und "Lucy Luder und die Hand des Professors" von Oliver Bendel)

"Bendels witziger Krimi ..." (Jana E. Seidel, in: ZEIT Campus, 1/2009; zu "Lucy Luder und der Mord im studiVZ" von Oliver Bendel)

"Die 20-jährige Heldin mit derber Schnauze ..." (Gabriele Pfaffenberger, in: BR-online, 12. Dezember 2008; zur Serie um Lucy Luder von Oliver Bendel)

"Wer leichte, schnelle Unterhaltung mag und sich über intelligente Beobachtungen zum multimedialen und allgemeinen Leben freuen kann, sollte mal reinklicken ..." (Helga Bechmann, in: Campus Innovation, 14. Dezember 2007; zu "Lucy Luder und der Mord im studiVZ" von Oliver Bendel)

Handygirl

"Oliver Bendel ist ein vielseitiger Mann. Als Wissenschafter beschäftigt er sich mit Themen wie Maschinenethik und Informationsethik, also mit Fragen wie, welchen ethischen Ansprüchen Pflegeroboter genügen müssen. Als Wissenschafter hat er früher an der HSG gelehrt, heute hat er eine Professur an der Hochschule für Wirtschaft der Nordwestschweiz. Daneben gibt es den anderen Oliver Bendel. Den Mann, der Romane schreibt, der Haikus dichtet - und der den Handyroman in die Schweiz gebracht hat. Die Japanerinnen und Japaner lieben diese literarische Form schon länger ... Er selber hat 'Handygirl' geschaffen, einen hübschen, schwarzhaarigen Avatar, das heisst eine virtuelle Kunstfigur. Handygirl lebt im Handy von Liza, sie führt eine eher trübe Dienstleisterinnen-Existenz. Als aber Liza in Gefahr gerät, steigt Handygirl aus dem Handy, um sie zu retten und zu trösten." (Rolf App, in: St. Galler Tagblatt, 12. Mai 2015; zu den avantgardistischen Experimenten von Oliver Bendel und Lara Stoll)

"Der Wirtschaftsprofessor und freie Schriftsteller Oliver Bendel gilt in Europa als Pionier, was Handy-Haikus anbelangt. Im Friedberger Schloss lässt er am dritten Veranstaltungsabend die Grenzen zwischen den Medien verschwimmen. Der gedruckte Band, aus dem Bendel liest, enthält die Haikus in herkömmlichen Schriftzeichen und als QR-Codes. Diese Codes sind Informations-Speicher, die mit einem Scanner ausgelesen werden können. Parallel zum Textvortrag sprüht der Grafiker Christoph Knobel einen QR-Code auf eine Leinwand. Wird das Bild mit einem Handy gescannt, erscheint ein Haiku auf dem Display. Nicht immer sind Bendels Texte futuristisch. Neben Handygirl und Pixelboy, zwei Maschinenwesen, geht es auch um Homer, den griechischen Dichter der Odyssee." (Michael Seefelder, in: Augburger Allgemeine, 27. Oktober 2010; zur Lesung von Oliver Bendel aus dem Band "handyhaiku" im Rahmen des LITERATUR UPDATE BAYERN 2010)

"Asien ist weiter ... In Japan boomt der Handyroman. Die Texte schaffen es inzwischen auf Bestsellerlisten und werden gedruckt. Auch der Wahlschweizer Oliver Bendel (40) betreibt inzwischen ein kleines Internetimperium mit Handyromanen, Handyhaikus und Handygirlserien. Der promovierte Wirtschaftsinformatiker Bendel ist Professor an der Fachhochschule Nordwestschweiz." (Christine Richard, in: Basler Zeitung, 11. Januar 2010; zu den Handyromanen und zu den Handyhaikus von Oliver Bendel)

"Zu einigem medialen Ruhm brachte es Bendel ... seit 2008 mit Titeln wie "Lucy Luder und der Mord im studiVZ" als einer der wenigen Handyroman-Autoren im deutschsprachigen Raum. Für den umtriebigen Technik-Freak ein Genre, das dank seiner niedrigen Investitionskosten das Potenzial zu flächendeckender Verbreitung hat. Innerhalb weniger Tage ist das Text-File des Autors in eine Java-Anwendung konvertiert und auf einen Server gestellt. "Anspruchsvolle Groschenromane" nennt Bendel, was so entstehen kann, oder griffiger "Underground Mainstream" – und schiebt eine Visitenkarte über den Tisch, mit der seine zur letzten Leipziger Buchmesse gestartete Serie "Handygirl" beworben wurde: Dort finden die Kids den Code eines Premium-SMS-Dienstes, mit dem sie sich die aktuelle Folge wie einen Klingelton oder ein Video aufs Handy holen können." (Nils Kahlefend, in: Börsenblatt, 3. Dezember 2009; zu den Handyromanen und zur Serie um Handygirl von Oliver Bendel)

"Der bekannteste Autor von Handyromanen im deutschsprachigen Bereich ist der promovierte Wirtschaftsinformatiker Oliver Bendel aus Zürich. Passend zur Buchmesse in Leipzig hat er einen neuen Roman Handygirl-Part 1 veröffentlicht und stellt ihn dort vor." (Johannes Jolmes, in: ZEIT Online, 13. März 2009; zu den Handyromanen und zu "Handygirl - Part I" von Oliver Bendel)

lonelyboy18

"Das Medium Handy hat auch Einfluss auf die Sprache: Diese ist in Handybüchern einfach, die Texte sind kurz und prägnant. Trotzdem kann man Handybücher teilweise auf mehreren Ebenen lesen und verstehen, wie auch Oliver Bendels lonelyboy18 deutlich macht. In diesem Handyroman spielt der Autor mit der Funktion des allwissenden Erzählers und lässt diesen in Gestalt einer Krähe in einer eigenständigen Rahmenhandlung auftreten." (Julia Ricart Brede, in: Literatur im Unterricht, 2/2009, Juli 2009, S. 127 ff.; zu den Handyromanen und zu "lonelyboy18" von Oliver Bendel)